Neulich zufällig in den
Bundeswürstchen Bundesvision Songcontest reingeschaltet und tatsächlich knapp 5 Songs durchgehalten... viel krampfiges dabei (Das Bo und so), viel langweiliges (z.B. Rapsoul - was machen die nochmal für Musik? Ach ja, Rapsoul.), aber ganz ehrlich: den Unmutsbekundungen meiner Mit-Schauer zum Trotz fand ich
Jennifer Rostock gar nicht so schlecht. Okay, die Gute hat knapp 3 Piercings im Gesicht zu viel, aber der Song hat Feuer. "Kopf oder Zahl" (läuft auch automatisch los, wenn man auf die Homepage geht, Flash sei Dank) erinnert in den ersten Sekunden unweigerlich an die "Reklamation" der Helden, hat danach aber irgendwie mehr
Popo Pogo-Potenzial, ganz nach dem Grönemeyer-Thema "Kopf zu und tanzen". Bitte springen sie jetzt gegen ihren Nebenmann.
In der Hoffnung auf mehr als nur zweieinhalb Minuten guter Laune gleich mal in das Album reingehört und beim ersten Mal recht begeistert gewesen... beim ersten Mal. Es punkt halt doch ganz gut bei manchen Songs und in Sachen Sprichwörter verwurschteln braucht sich Jenny R. nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Aber jetzt kommt das aber: Beim zweiten Mal hören klingt das Ganze schon nicht mehr ganz so heiss und neu, eher vertraut nach unser aller Lieblingsbands Juli und v.a. Silbermond. Das ist kein Kompliment, ich weiß, aber das hat sich das Mädle schon selbst zuzuschreiben. Hätt se mal mehr Astra statt Fanta geschlürft... (jetz haste schon alles voller Pierzings und es kommt doch nur wieder Pop raus? Ich glaub, das kommt von diesen weichgespülten Jungs in deiner Band...)
Meine Empfehlung also: Das Album nur genau einmal anhören oder sich danach nur an die guten Songs halten. Und die wären: Kopf oder Zahl (yeaah, immer noch geil), Feuer (nuja, als Opener ganz gut), Wer hätte das gedacht (keine Ahnung...). Aber ganz ehrlich, einen verdammt großen Vorteil hat die Dame: keine Balladen. Killer.