Laura und ich können uns seit heute Geocacher nennen, denn wir haben heute unseren ersten Cache gefunden. Für die Unkundigen: Geocaching, das ist die moderne Version der Schnitzeljagd. Im Normalfall läuft das so: jemand versteckt einen Cache, also ein Filmdöschen, eine Tupperdose oder ähnliches, mit einem Logbuch und ein wenig Krimskrams irgendwo, wo er nicht sofort auffällt. Dann nimmt er die GPS-Koordinaten von diesem Ort und stellt diese ins Internet, woraufhin sich andere Menschen mit ihrem GPS-Gerät auf die Suche machen, um sich im Logbuch einzutragen und irgendwas von dem Krimskrams gegen eigenen Krimskrams zu tauschen. Das ist die simpelste Version, nach oben hin ist alles offen: Rätsel, die man lösen muss, um die Koordinaten zu erhalten, mehrere Stationen, die man abgehen muss, oder Werkzeuge, die man finden (oder dabeihaben) muss, um an den Cache zu kommen.
Letzteres war bei unserem ersten Cache der Fall, und bis wir mit unseren ungenauen Handy-GPSs sowohl Cache als auch Tool (das Werkzeug, um an den Cache ranzukommen) gefunden hatten, waren wir vom kniehohen Gras pitschnass und die Welt knapp 2,5 Stunden älter. Eine weitere Stunde brauchte es, bis wir Yoko von allen (sichtbaren) Zecken befreit hatten (unsere Schätzung: über 100). Das war weniger spaßig, konnte uns die Freude über den ersten gefundenen Cache aber nicht ernsthaft trüben. Das nächste Mal schauen wir aber genauer, ob das Gebiet eventuell als Zeckenzuchtstation genutzt wird oder nicht, darauf können wir nämlich verzichten.
Yoko findet Geocaching seitdem Scheisse, uns zwei hats aber Spaß gemacht. Vielleicht bald mal wieder.